Arbeitgeberdeklaration

#positivarbeiten

Aufruf zu Respekt und Selbstverständlichkeit: Deklaration für einen diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben

Menschen mit HIV haben heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung eine fast normale Lebenserwartung und können leben und arbeiten wie andere Menschen auch.

Schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion selbst wiegen heute für viele Menschen mit HIV Diskriminierung und die Angst davor. Auch im Arbeitsleben erfahren Menschen mit HIV immer wieder Benachteiligung. Eine Deklaration von Arbeitgeber_innen soll dem entgegenwirken.

Mit der Deklaration #positivarbeiten setzen wir ein Zeichen gegen Diskriminierung. Ziel ist es, möglichst viele Arbeitgeber_innen in Unterfranken zu gewinnen, die diese Deklaration unterzeichnen und in ihren Unternehmen, Verbänden, Behörden und Organisationen umsetzen.

Zeichnende

Berufsschule Don Bosco

„Als Schulgemeinschaft beschäftigen wir uns in der Don Bosco Berufsschule seit vielen Jahren mit dem Thema HIV. Wir treten ein für Respekt und für einen diskriminierungsfreien Umgang mit allen Menschen. Das entspricht unserer Grundhaltung, ist aber auch wichtig für die berufliche Bildung. Viele junge Menschen haben bei ihrer Arbeit mit körperlicher Nähe zu tun beispielsweise in der Pflege, beim Catering oder im Frisörberuf. Immer wieder sind HIV positive junge Menschen bei uns im Haus als Gäste und als Schülerinnen und Schüler. Im Alltag ist das eigentlich kein Thema – Gott sei Dank. Trotzdem setzen wir uns regelmäßig mit dem Thema qualitativ auseinander. Gerne haben wir die Deklaration #positivarbeiten unterschrieben.“

Dr. Harald Ebert, Schulleiter

Bischof Franz Jung


Bischof unterzeichnet Deklaration gegen Diskriminierung

Ohne Zögern griff Bischof Jung zum Stift, als Michael Koch, Leiter der HIV/Aids Beratung Unterfranken, ihn um seine Unterschrift unter eine neue Deklaration der Beratungsstelle bat. Unter dem Titel „Respekt und Selbstverständlichkeit“ erklären Arbeitgeber darin, den HIV-Status eines Menschen nicht zum Anlass einer Diskriminierung werden zu lassen – weder durch Ausschluss von bestimmten Positionen, noch durch Herabsetzung im Arbeitsalltag.
„Dass Sie das als Bischof von Würzburg mitunterschreiben, finde ich wirklich gewinnbringend!“, freute sich Koch über das Engagement Jungs. Schließlich seien die geschätzten 1.000 HIV-Infizierten in Unterfranken in allen Berufsgruppen vertreten, „vom Bürgermeister bis zum Bankangestellten“, und damit auch im Kreis der kirchlich Bediensteten.

Präsident und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Der Präsident der Handwerkskammer von Unterfranken Walter Heußlein und der Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul zeichneten die Arbeitgeberdeklaration #positivarbeiten im Rahmen der Gedenkfeier am Welt-Aids-Tag 2020. In seiner Ansprache betonte der Präsident, dass in den familiär geprägten Betrieben des Handwerks ein offener und vorurteilsfreier Umgang mit HIV-infizierten Mitarbeiter*innen einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Bildnachweis: Rudi Merkl

HIV/Aids-Beratung Unterfranken
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