„Only Human – Leben. Lieben. Mensch sein:“
„Only Human – Leben. Lieben. Mensch sein:“

 

Würzburg, 15.07.2026. Die interaktive und barrierefreie Ausstellung „Only Human – Leben. Lieben. Mensch sein.“ wurde im Saal des Matthias-Ehrenfried-Hauses in Würzburg eröffnet. Dabei geht es um Gesundheit, Beziehungen und Vielfalt. Die Präsentation ist bis 24. Juli geöffnet.

Sie richtet sich an Jugendliche, junge Erwachsene sowie interessierte Menschen jeden Alters und lädt dazu ein, sich mit zentralen Fragen rund um die Themen sexuelle Gesundheit, Beziehungen, Geschlechterrollen und gesellschaftliches Zusammenleben auseinanderzusetzen. Die von der Psychosozialen AIDS-Beratungsstelle der Caritas München entwickelte Ausstellung nimmt die Themen Frauen- und Männergesundheit, HIV und weitere sexuell übertragbare Infektionen, Beziehungen sowie Geschlechterrollen in den Blick und vermittelt Wissen auf verständliche, respektvolle und niedrigschwellige Weise.

„Die Nachfrage der Schulen ist sehr gut, und die Ausstellung ist fast ausgebucht. Tatsächlich gibt es nur noch ein paar wenige freie Zeitslots. Es kommen ganz unterschiedliche Gruppen: Don Bosco, Gymnasien, Berufsbildungszentren, Auszubildende von Caritas, Bistum und weiteren Einrichtungen“, sagte Heidrun Brand, Leiterin der HIV/Aids-Beratung Unterfranken des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg (DiCV). „Wir wollen dabei die Menschen in den Vordergrund rücken. Es geht bei der Ausstellung nicht nur um Sexualität sondern auch um mentale Gesundheit. Die Schau soll junge Menschen ermutigen, ganz offen zu reden. Im Vordergrund stehen Respekt und Solidarität unseren Mitmenschen gegenüber.“

„Psychische Gesundheit ist für mich außerordentlich wichtig. Doch wie geht es den Schülerinnen und Schülern damit?“, fragte Eva von Vietinghoff-Scheel, Leiterin des Schul- und Sozialreferats der Stadt Würzburg. Schließlich sei das Thema der Ausstellung kein leichtes, umso wichtiger seien die Herangehensweise und auch die Lautstärke, um es positiv besetzen zu können.“

Domkapitular und DiCV-Vorsitzender Clemens Bieber wies auf die drei wesentlichen Merkmale „Helfer, Anwalt und Solidaritätsstifter“ hin, die für das Engagement der Caritas stehen. Damit baute er die Brücke hin zu den Menschen, die von einer schweren medizinischen Situation betroffen sind. Ihnen stehe die Caritas als verlässlicher Partner zur Seite. Solidarität bedeute auch, den Betroffenen Mitmenschlichkeit, christliche Nächstenliebe, Zuversicht und Augenmerk zu schenken.

Alexander Kolbow, Leiter Bildung im Generationen-Zentrum Matthias Ehrenfried, betonte, wie wichtig es sei, Kooperationen zwischen Beratung, Bildung und Seelsorge auf die Füße zu stellen, bei denen es um sexuelle, körperliche und psychische Gesundheit gehe. „Und gerade die Caritas hat sich nie vor diesen Themen gedrückt“, ergänzte er.

Israel Sauer, Berater und Leiter des LSBTIQ*-Regenbogenbüros Unterfranken, das in die Gleichstellungsstelle der Stadt Würzburg eingegliedert ist, erwähnte, dass queere Menschen häufiger eine Beratung wünschen. Wichtig sei die Unterstützung bei der Angst vor HIV-Tests und die Zusicherung, für sie da zu sein, egal wie ein Test ausfalle.

Die 14-tägige Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Generationen-Zentrums Matthias Ehrenfried e. V., des Regenbogenbüros Unterfranken und der HIV/Aids-Beratung Unterfranken der Caritas. Die Ausstellung wird vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) kostenlos zur Verfügung gestellt.

Sabine Ludwig I Caritas

HIV/Aids-Beratung Unterfranken
Matthias-Ehrenfried-Haus, 2. Stock
Bahnhofstraße 4-6
97070 Würzburg

Tel: 09 31 / 386 58 200
E-Mail: kontakt@aidsberatung-unterfranken.de